Gutachten Neuropsychiatrie

Bei neuropsychiatrischen Gutachten handelt es sich um spezielle fachärztliche Gutachten, die Fragestellungen im Grenzbereich zwischenNeurologie und Psychiatrie oder Psychosomatik, aber auch solche, die fächerübergreifend zu anderen Fachgebieten wie innere Medizin, Augen- oder HNO-Heilkunde auftreten, bearbeiten, bzw. zu klären versuchen.

Ursache neuropsychiatrischer Symptome, bzw. Grund für neuropsychiatrische Gutachten sind oft vorausgegangene, mehr oder weniger akute Erkrankungen, die möglicherweise das Gehirn mit einbezogen haben, aber auch Unfälle oder andere Traumen.

Es handelt sich dabei meist um eine komplexe und differentialdiagnostisch eher schwierige Thematik, da zum einen das Gehirn, bzw. das Zentralnervensystem mit einbezogen sind, zum anderen vielfältige, sich überlagernde, oft psychische Symptome vorhanden sind, die fast gleich erscheinend dennoch völlig unterschiedliche Ursachen haben können. Die Fehlerquellen sind vielfältig. Fehldiagnosen oder übersehene, nicht erkannte Diagnosen bzw. Krankheiten häufig. Das Vorhandensein neuropsychologischer Fachkenntnisse ist hilfreich und die Hinzuziehung von Screening- Testverfahren üblich.

Eine neurophysiologische oder bildgebende Diagnostik ist in der ambulanten Gutachtensituation eher die Ausnahme.

Manchmal ist auch eine stationäre, mehrtätige Begutachtung notwendig.

Vor einer solchen Begutachtung sollte ein Nervenarzt, Neurologe oder Psychiater aufgesucht werden. Der Gutachtenauftrag sollte begründet werden, und ausreichende fachspezifische Voruntersuchungen vorhanden sein.

Solche Gutachten werden in besonderen, eher schwierigen Fällen bei Eignung übernommen.

×
Datenschutzerklärung